Autowerbung und der Coolness-Faktor

19 Sep

Im Jahr 1984 war die Welt für US-Autokonzerne noch in Ordnung – die Frage, ob Toyota irgendwann einmal General Motors als größten Hersteller der Welt überholen könnte, stellte sich nicht einmal ansatzweise.

GM besaß im Dezember 1983 laut „New York Times“ einen Marktanteil von 45,8 Prozent. Toyota kam nicht mal auf 6 Prozent. 1984 eröffneten die beiden Firmen in Kalifornien sogar ein Gemeinschaftswerk namens NUMMI. Angst davor, dass die Japaner über dies Kooperation an heikle technische Informationen kämen, hatte GM nicht. Warum auch? Man war das Maß aller Dinge und unangreifbar.

Vor diesem Hintergrund ist es interessant, sich einige der Werbespots von damals anzuschauen. Denn Werbung nimmt, rückblickend betrachtet, mitunter etwas vorweg. Die Spots von GM wirken staubig und altbacken. Wie ein Kommentator auf Youtube zudem ganz richtig bemerkt, sind die Typen in dem Oldmobile-Spot „die weißesten Menschen aller Zeiten“. Der von Toyota gewinnt mit seinen Breakdance-Einlagen definitiv den Coolness-Preis.

Die GM-Marke Oldsmobile wurde 2004 nach langem Siechtum endgültig eingestellt.

Heute hat GM in den USA noch einen Marktanteil von 18,6 Prozent, Toyota kommt auf 14,9 Prozent. Und die gemeinsam betriebene NUMMI-Fabrik wurde dicht gemacht. Sie wird aber demnächst wiedereröffnet – vom Elektroautopionier Tesla Motors.

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