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Luke Skywalker erklärt Multimedia-Rechner

6 Mrz

In diesem alten IBM-Werbespot erklärt Mark Hamill, warum man einen PC braucht.

Genaues Datum: Unklar. Zehn Jahre später hatte Hamill übrigens im US-Fernsehen seine eigene Techshow. Sie hieß .com.

IBM und die PC-Revolution der 80er

6 Nov

Eine schöne Einladung, die wir da vor einiger Zeit erhalten haben. IBM hat für die „Medienzeitmaschine“ eine spezielle 80s-Führung im „Haus der Geschichte der IBM Datenverarbeitung“ organisiert. Und so durfte ich vor ein paar Tagen ganz tief eintauchen in die Welt der PCs der 80s.

Das IBM Museum in Sindelfingen ist eigentlich organisiert wie eine Art riesiges Vereinsheim. Alt-IBMer kümmern sich hier um alles, was seit Bestehen des Unternehmens IBM so produziert wurde. Und so konnte ich komplette Rechner-Aufbauten aus den 60s bewundern, alte Lochkarten bestaunen und natürlich die PC-Welt der 1980er in Augenschein nehmen. Für die „Medienzeitmaschine“ natürlich der Fokus des Besuchs.

Die Geschichte der IBM PCs begann eigentlich schon in den 1970ern. Doch der 12. August 1981 wurde zum entscheidenden Datum, denn an diesem Tag wurde in New York der erste offizielle IBM PC vorgestellt. In den Design-Formen noch an die 70er erinnernd war dieses Modell mit einem 4,7 MHz Prozessor von Intel versehen, verfügte über einen Hauptspeicher von 64 kB, zwei Diskettenlaufwerke für die große, schwarzen, lappigen 5 1/4 Zoll Disketten und das Betriebssystem DOS 1.0 (von IBM PC-DOS genannt steckte hinter dem Betriebssystem das Unternehmen Microsoft – und mit dem Siegeszug von IBM begann auch der Siegeszug von Microsoft, der noch dadurch beschleunigt wurde, dass sich das Unternehmen die Rechte sicherte, das System selbst unter dem Namen MS-DOS auch an andere Hersteller zu vertreiben).

IBM PC 1981

Eine interne Festplatte hatte der IBM PC noch nicht. Die kam mit gewaltigen 10 MB (für die damalige Zeit ein unglaublich großer Speicherplatz) erst mit dem revolutionären Nachfolger im Jahr 1983: dem IBM PC XT. Auch dieser ist im IBM Museum in Sindelfingen zu bewundern. Und er funktioniert, wie fast alle Geräte, die hier ausgestellt sind, auch noch. Deshalb kann man die wunderbare grüne Schrift auf dem Monitor bewundern, die zum Sinnbild für die frühen PCs der 80er und das Betriebssystem DOS wurde.

IBM PC XT

Weitere PC-Fortentwicklungen folgten, die auch lückenlos in Sindelfingen zu bewundern sind. Für ganz harte Computer-Fans haben wir deshalb in unserem Flickr-Account die Bilder aus der 80s-Sektion des Museums in einem Album zusammengefasst. Erwähnenswert ist aber in jedem Fall, dass IBM ab Mitte der 80er Jahre mit einem Charlie-Chaplin-Klon in Anzeigenkampagnen und Fernsehspots warb. Wie hier etwa für den erstmals 1984 erschienenen IBM PC AT.

Eine spannende Weiterentwicklung war dann der Schritt in Richtung der „Portable“ Computer. Den war Compaq bereits im Jahre 1983 gegangen (regelmäßige Leser dieses Blogs erinnern sich an den zugehörigen Fernsehspot mit John Cleese) – und IBM zog dann im Jahr 1984 mit dem IBM Portable PC 5155 nach.

Bei meinem Museumsbesuch durfte ich den Computer einmal hochheben – und ganz ehrlich: „portable“ ist ein großes Wort für das Gewicht dieses Rechners. Auch der darauf folgende IBM PC Convertible / Advanced Portable war nicht viel leichter – auch wenn es in diesem Werbespot aus dem Jahr 1986 den Anschein hat:

Ich kann mir das nur so vorstellen, dass gemeint war, dass man den Rechner von einem Büro zum anderen zu bringen oder ins Auto schleppen konnte, ohne dass man einen Krahn brauchte. Aber nun gut – der erste Schritt in Richtung dessen, was dann irgendwann mal ein Laptop werden sollte, war getan. Und damit auch „Der erste Blick in die Zukunft“ der Jahre 1984 – 1986, die für die weitere Entwicklung der Computer-Industrie mehr als prägend waren.

Deshalb erlaubt das „Haus der Geschichte der IBM Datenverarbeitung“ in einer kleinen 80s Ecke auch den Blick auf andere PCs der damaligen Zeit – wie einen funktierenden Mac der ersten Generation. Ein wunderbarer Ausflug, den ich mit Sicherheit noch einmal wiederholen werde.

Autowerbung und der Coolness-Faktor

19 Sep

Im Jahr 1984 war die Welt für US-Autokonzerne noch in Ordnung – die Frage, ob Toyota irgendwann einmal General Motors als größten Hersteller der Welt überholen könnte, stellte sich nicht einmal ansatzweise.

GM besaß im Dezember 1983 laut „New York Times“ einen Marktanteil von 45,8 Prozent. Toyota kam nicht mal auf 6 Prozent. 1984 eröffneten die beiden Firmen in Kalifornien sogar ein Gemeinschaftswerk namens NUMMI. Angst davor, dass die Japaner über dies Kooperation an heikle technische Informationen kämen, hatte GM nicht. Warum auch? Man war das Maß aller Dinge und unangreifbar.

Vor diesem Hintergrund ist es interessant, sich einige der Werbespots von damals anzuschauen. Denn Werbung nimmt, rückblickend betrachtet, mitunter etwas vorweg. Die Spots von GM wirken staubig und altbacken. Wie ein Kommentator auf Youtube zudem ganz richtig bemerkt, sind die Typen in dem Oldmobile-Spot „die weißesten Menschen aller Zeiten“. Der von Toyota gewinnt mit seinen Breakdance-Einlagen definitiv den Coolness-Preis.

Die GM-Marke Oldsmobile wurde 2004 nach langem Siechtum endgültig eingestellt.

Heute hat GM in den USA noch einen Marktanteil von 18,6 Prozent, Toyota kommt auf 14,9 Prozent. Und die gemeinsam betriebene NUMMI-Fabrik wurde dicht gemacht. Sie wird aber demnächst wiedereröffnet – vom Elektroautopionier Tesla Motors.

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